Bernd‘s Lebens-Spuren
Bernd‘s
Lebens-Spuren

Herzlich Willkommen!

Sie finden hier Texte - Texte in Form von sehr persönlichen, klaren und kraftvollen Worten

Texte, mit denen ich Ihnen die Möglichkeit gebe, etwas über mich und mein Leben zu erfahren - genauer gesagt: über innere Haltungen, die ich aus meinen Beobachtungen im Alltag gewonnen habe und die mich auf meinem Weg begleiten und tragen

Texte, die Ihnen darüber hinaus ermöglichen - ein wenig Forschergeist und Neugier auf Ihrer Seite vorausgesetzt - vielleicht etwas Neues über sich selbst zu entdecken

Einführung

Mein Name ist Bernd.

Ich schreibe gern - es ist eines meiner Steckenpferde.

Die Texte entstehen aus meinem Alltagserleben - mit all seinen Tiefen und Höhen. Beim Schreiben und Sortieren habe ich im Laufe der Zeit bemerkt, dass ich damit im Grunde einen Weg nachzeichne. Einen Weg, den ich gegangen bin und immer noch gehe. Das Nachzeichnen geschieht jedoch nicht in Form eines ausführlichen Tagebuchs oder Blogs. Vielmehr verdichte ich beim Schreiben Geschehenes in meinem Leben auf die für mich erkennbaren Zusammenhänge in meinem Innern - also auf das, was ich für mich und mein Leben als wesentlich erkenne.

Dieses Verdichten oder auch Extrahieren bereitet mir Freude. Ich mag es einfach, den Dingen und Erscheinungen auf den Grund zu gehen. Fast genau so, wie ich schon als Kind mit großer Neugier technische Geräte auseinander gebaut habe - einfach um zu schauen, wie diese denn im Innern funktionieren.

Freude macht mir auch, den einen oder anderen Text hier zu teilen. Ich lade Sie herzlich ein, sich hier auf meinen Seiten umzuschauen.

Meine Themen: Unterwegs sein - Über das Loslassen - Bewegte Zeiten - Was kommt dann? - Einfach und Lebendig - Freiheit & Verantwortung - (Un)Angenehme Erkenntnisse - Isso - Dankbarkeit - Zeit und Zeitlos

Nun, Ich wünsche Ihnen Freude beim Stöbern und Lesen!

Einladung

Meine Texte sind keine leichte Kost. Insbesondere sind es Texte, die sich Ihnen nicht wie vielleicht gewohnt über das Denken erschließen. Gönnen Sie deshalb Ihren Gedanken einfach mal eine Pause, denn hier auf meiner Website gibt es im Grunde nichts zu verstehen.

Aber es kann gut möglich sein, dass das von mir an der einen oder anderen Stelle Geschriebene etwas in Ihnen berührt oder Sie etwas über Ihr Leben erkennen - wenn Sie sich im Lesen öffnen. Der Schlüssel dafür liegt an dieser Stelle aus meiner Sicht vor allem in der inneren Haltung, mit der Sie hier auf meinen Seiten stöbern und lesen. In meinem Leben hat sich für Berühren lassen und Erkennen immer wieder eine innere Haltung bewährt, die ich gern als 'wohlwollende Offenheit' bezeichne.

Vielleicht zeigt sich in Ihnen beim Lesen des einen oder anderen Textes ein spontaner Widerstand gegen das, was da geschrieben steht. Doch je mehr innerer Widerstand sich in Ihnen zeigen mag, je mehr Sie die Worte und Sätze zunächst ablehnen, desto mehr verborgene Edelsteine könnten darin stecken, desto mehr Wert könnten die Worte haben. Für Sie und Ihr Leben.

Genug der Vorrede - Die folgende Seite zeigt Ihnen einen Überblick meiner hier veröffentlichten Texte...

Über das Warten
Warten Ist im Grunde Das einfachste Auf der Welt Denn Warten erfordert Nichts an Wissen und Nichts an Qualifikation Es gibt beim Warten Einfach nur nichts zu tun Doch genau damit wird es Zur größten Herausforderung
Unterwegs sein
Der Weg

Nach einer Weggabelung weiß ein Wanderer nicht so recht, ob er den richtigen Weg eingeschlagen hat. Er fragt einen Bauern, der gerade vorbei kommt:

Wanderer:

Bauer, sag, wohin führt der Weg hier?

Bauer:

Der führt nirgendwo hin!

Wanderer:

Ein Glück, da bin ich ja richtig!

Unterwegs sein
Auf Reisen
Erscheint dir ein Weg lang So lass‘ dir viel Zeit Erscheint dir ein Weg sehr lang So lass‘ dir sehr viel Zeit Erscheint dir ein Weg unendlich lang So bleib‘ stehen - und schau.
Unterwegs sein
Mein Weg
Manche Menschen folgen ihren Vorbildern Andere Menschen möchten sein wie ihre Idole Wiederum andere Menschen gehen den Weg ihrer spirituellen Meister Ich für meinen Teil Habe mich entschieden Meinen eigenen Weg zu gehen Einen Weg, der so einzigartig ist Wie jeder Mensch auf dieser Erde Einen Weg, den nur ich kenne Und den nur ich gehen kann
Unterwegs sein
Mit dem Tod
Ich will nicht sterben! Dennoch ist der Tod stets in meiner Nähe Ich werde ihn einfach nicht los So sehr ich mich auch vor ihm ängstige So sehr ich auch gegen ihn kämpfe Nun, dachte ich eines Tages Wenn er denn stets bei mir ist Dann drehe ich mich doch mal zu ihm um Und frage ihn: Was willst du von mir? Da sagte der Tod: Ich will dein Freund sein Ich möchte, dass du siehst Wie wichtig ich für dein Leben bin Er sagte: Ich bin wichtig dafür Dass du all das loslassen kannst Was dich immer wieder daran hindert Einfach mit deinem Leben zu fließen Und ich bin wichtig dafür Dass du all das loslassen kannst Was dich immer wieder daran hindert Einfach und lebendig zu sein Das machte mich sehr nachdenklich Und ich wurde sehr, sehr traurig Doch ich spürte: Ja, genau so ist es wohl Da gab ich dem Tod meine Hand Ich sagte zu ihm: Gut, wenn das nun so ist Dann lass‘ uns ab jetzt gemeinsam Diesen Weg weiter gehen Meinen Weg weiter gehen.
Über das Loslassen
Tod und Leben
Vor dem Schmerz Wartet der Tod Im Schmerz Warten die Tränen Jenseits des Schmerzes Wartet das Leben
Über das Loslassen
Besuch von der Traurigkeit

„Du, Bernd“ sagte einst die Traurigkeit, als sie mich wieder einmal besuchte, „Gib mir ein paar deiner Tränen“.

„Weshalb?“ fragte ich.

Da kam die Traurigkeit ganz nah zu mir heran und flüsterte in mein Ohr: „Für jede Träne, die du mir gibst, schenke ich dir ein Stück deiner verloren gegangenen Freiheit und Lebensfreude.“

Über das Loslassen
Wer den Tod besiegt
Wer den Tod besiegt, so wird gesagt Fürchtet Nichts und Niemanden mehr Doch was auch immer wir besiegen Kann uns in jedem Moment Vollkommen unvermittelt und unerwartet Erneut gegenüber stehen Sagte mir das Leben Da wäre es vielleicht einen Versuch wert Das, was wir vermeintlich besiegen müssen Uns zum Berater, zum beständigen Begleiter Ja, vielleicht sogar zum Freund zu machen Und dann, mit etwas Neugier Und wohlwollender Offenheit Zu schauen, was passiert...
Über das Loslassen
Aus den Fugen geraten
Ja, es kann passieren Dass das eigene Leben Vollkommen aus den Fugen gerät Und so sehr durcheinander kommt Dass es ohne Hilfe anderer Menschen Verloren wäre
Bewegte Zeiten
Halt im Leben
Wenn mich nichts mehr im Leben hält Spüre ich, was mich im Leben hält.
Bewegte Zeiten
Ich bin

Verstehe ich nicht mehr das, was ich erlebe

Und verstehe ich nicht mehr das, was ich sehe

Und verstehe ich mich selbst nicht mehr

Und weiß ich nicht mehr, wer ich bin

Dann bleibt:

Ich bin.

Bewegte Zeiten
Das Leben verstehen

Wenn ich meine, das Leben zu verstehen

Verstehe ich das Leben nicht

Bewegte Zeiten
Sinn des Lebens
(Dialog)
Du: Der Sinn des Lebens!
Ich: Der Sinn des Lebens?
Du: Ja, der Sinn!
Ich: Der Sinn?
Du: Ja, genau, der Sinn!
Ich: Welcher Sinn?
Perspektive wechseln: Hier klicken/tippen
Bewegte Zeiten
Auf Besuch in der Leere
Komm, lass‘ dich verführen Und tauche ein ins Nichts Spüre dich in deinem Körper Und lass dich treiben Lass dich treiben Wie eine Raumsonde Durch das weite, dunkle All Öffne dich... nimm wahr... fühle Dann verwandle dich Dort, wo nichts stört Dort, in der unendlichen Weite Dort, in der der vollkommenen Leere Und kehre zurück... nach Hause.
Was kommt dann?
Niemandsland

Als ich aufwachte

im Niemandsland

war alles wie immer.

Doch alles war so leer

Was kommt dann?
Zwischen den Leben
Zwischen den Leben
ist die Welt fern.
Zwischen den Leben
ist es still und friedlich.
Zwischen den Leben
ist einfach nichts.
Zwischen den Leben
bin ich mir sehr nah.
Was kommt dann?
Einfach Leben
Einfach. Einfach da? Einfach da sein? Einfach da sein und? Einfach da sein und leben? Da sein und leben? Sein und leben? Und leben? Leben.
Einfach und Lebendig
Herausforderung
Die Lauten
hören nicht
die Leisen
Die Schnellen
sehen nicht
die Langsamen
Die Redenden
denken nicht
an die Stillen
Die Groben
spüren nicht
die Feinfühligen
Einfach und Lebendig
Mein gutes Recht
Mein gutes Recht ist es Meine stete Neugier drängt mich Meine innere Freiheit erlaubt es mir Die Dinge und Erscheinungen Zu hinterfragen Alle Dinge und Erscheinungen Solange zu hinterfragen Bis ich das Gefühl habe Ja, die Antwort passt Ja, genauso mag es sein.
Einfach und Lebendig
Mal angenommen
Mal angenommen Ich käme zu der Erkenntnis Die Welt sei ein Narrenschiff Würde diese Erkenntnis Überhaupt irgendetwas ändern In meinem Leben? Hätte diese Erkenntnis Irgendeinen messbaren Wert Für mein Dasein? Wirft diese Erkenntnis aber Vielleicht ein Licht auf die Frage:
Weshalb bin ich überhaupt hier?
Einfach und Lebendig
Wenn es nichts zu tun gibt
Wenn es nichts zu tun gibt Dann einfach nichts tun Wenn es ruhig wird Dann einfach lauschen Wenn sich der Raum öffnet Dann einfach schauen Wenn sich das Herz öffnet Dann einfach fühlen
Einfach und Lebendig
Der Blick nach draußen

Mein Dasein in einer kleinen oder großen Gemeinschaft führt mich irgendwann zu einer ganz bestimmten Art, mein eigenes Leben zu leben

Es mag erfrischend sein, mir aus diesem Beziehungsgeflecht heraus gelegentlich eine bestimmte Frage zu stellen

Die Frage lautet:

Wie würde ich leben, wenn ich jetzt, in diesen Tagen, ganz allein für mich, ohne jegliche soziale Verpflichtung durch mein Leben ginge?

Was würde ich vielleicht anders tun?

Was würde ich vielleicht nicht mehr tun?

Was würde ich mir vielleicht erlauben?

Freiheit & Verantwortung
Der Preis der Freiheit
Das Bewusstsein
Dass es für mich im Grunde keine Grenzen und Verbote gibt
Dass ich in Wahrheit jeden Moment meines Lebens frei bin
Kostet die Einsicht
Dass ausschließlich ich allein
Die gesamte Verantwortung für mein Leben trage
Die gesamte Verantwortung
Für alles, was mir je geschah
Für alles, was mir jetzt geschieht
Für alles, was mir je geschehen wird
Freiheit & Verantwortung
Ich will Alles
Ja, ich will von Allem das Beste Ja, ich will das dauerhafte Glück Ja, ich will richtig viel Geld verdienen Doch bin ich auch wirklich bereit Dafür den Preis zu zahlen Den es mich kostet?
Freiheit & Verantwortung
Die Welt sehen
Ich habe die Augen geschlossen Und lebe in meiner Eigenen Welt Ich öffne die Augen ein wenig Und sehe die Welt Wie sie ist Ich öffne die Augen ganz Und sehe die Welt Wie sie wirklich ist
Freiheit & Verantwortung
Die Richtung im Leben

Wenn mich weder Angst noch Gier noch Schmerz antreibt
Das Eine zu tun und das Andere nicht zu tun
Kann mein Leben seine Richtung verlieren

Doch ohne Orientierung
Und ohne Richtung
Bin ich verloren

Wie gut, dass es für diesen Fall
Meinen Körper, mein Gefühl
Und meine Intuition gibt

Als perfekter Kompass dafür
Sicher und zuverlässig geführt
Einen geraden Weg zu gehen

Meinen Weg zu gehen

Freiheit & Verantwortung
Du bist Ich
Wie es wohl sein mag Wenn ich erkenne Dass alles, was ich In dir sehe, ich selber bin? Werde ich dich lieben? Werde ich dich hassen? Oder bist du mir dann egal? Und wie wird es sein, wenn ich Nichts mehr in dir sehe?
(Un)Angenehme Erkenntnisse
Im Fluss sein
Wenn ich anfange Mit dem zu sein Was ist Wenn ich anfange, konsequent Meiner inneren Führung Zu folgen Wenn ich also anfange Mehr und mehr Wie ein Fluss zu sein Dann bedeutet das zunächst Und für unbestimmte Zeit Dass mir die Schatten Der Vergangenheit begegnen Dann bedeutet das zunächst Und für unbestimmte Zeit Dass mir ALLE Schatten Meiner Vergangenheit begegnen.
(Un)Angenehme Erkenntnisse
Weltanfühlung
Manches mal passieren mir Dinge Nach denen sich die Welt für mich anfühlt Wie ein Ort voller Abzocker, Schmarotzer und Zombies Später dann Mit etwas Abstand - nachdem ich aufhöre Der Welt die Schuld für dieses Gefühl zu geben Kommt mir eine Frage in den Sinn: Was habe ich einst getan Dass sich jetzt solch ein Gefühl Derart in mir ausbreitet? Und ich merke: Es ist verdammt schwer Die volle Verantwortung Für die eigenen Gefühle Zu übernehmen
(Un)Angenehme Erkenntnisse
Unrecht und Recht
Wenn ich mir das Unrecht Was mir im Leben widerfahren ist Einmal ganz genau betrachte Wenn ich es schaffe, mich davon zu lösenWenn ich es schaffe Mich davon zu lösen Diesem oder Jener die Schuld Für das erlittene Unrecht zu geben Wenn ich stattdessen versuche Mir aus möglichst großer Distanz Und möglichst ohne Wertung Das anzuschauen, was passiert ist So schwer das auch zunächst erscheinen mag Wenn ich mich auf diese Weise dafür öffneWenn ich mich Auf diese Weise dafür öffne Dass die Dinge möglicherweise Ganz anders sind, als ich sie mir vorstelleGanz anders sind Als ich sie mir vorstelle Dann mag es sein, dass ich eine Erste wage Ahnung davon bekomme Dass es in meinem Leben kein Unrecht gibt Dann mag es sein, dass ich letztlich erkenneDann mag es sein Dass ich letztlich erkenne Dass es in meinem Leben an und für sichDass es in meinem Leben An und für sich Gar kein Unrecht geben kann
(Un)Angenehme Erkenntnisse
Spiritualität des Alltags

Da sind: Dinge, die ich tue
Menschen, die ich im Innern berühre
Gefühle, die ich in anderen wecke

Da sind: Dinge, die mir widerfahren
Menschen, die mich im Innern berühren
Gefühle, die in mir geweckt werden

Es liegt in meiner Hand

Isso
Ich kann nicht
Manchmal habe ich den Eindruck Dass der Satz - Ich kann nicht - Letztlich nur ein Versteck ist Ein Versteck in meinem Innern Welches diesen Satz verbirgt: Ich will nicht Weil ich nicht bereit bin Den Preis zu zahlen Den es kostet
Isso
Das Kampf-Mantra
Wenn ich in die Welt sehe Gewinne ich den Eindruck Dass ein Kampf für etwas Oder ein Kampf gegen etwas Die einzig mögliche Lösung sei... ...im Umgang mit Dingen Die als gut bewertet werden Und die wir haben möchten ...im Umgang mit Dingen Die als ungut bewertet werden Und die wir loswerden möchten Ich nenne dies das ‚Kampf-Mantra‘
Isso
Wichtig

Um mich herum - Lärm und Unruhe
Wichtig ist die Stille in mir.

Um mich herum - Hektik und Getriebensein
Wichtig ist die Gelassenheit in mir.

Um mich herum - Krieg und Zerstörung
Wichtig ist der Frieden in mir.

Um mich herum - Schmerz und Leid
Wichtig ist mein offenes Herz.

Um mich herum - Nebel und Orientierungslosigkeit
Wichtig ist meine Innere Führung.

Isso
Wer bin ich?
Im Grunde bin ich Nichts. Doch in jeder Sekunde meines Lebens Kann ich mich entscheiden Jemand zu sein In dieser Sekunde Dieser In einer anderen Sekunde ein Anderer Es ist einzig meine Entscheidung.
Isso
Weltordnung
Wenn sich die Welt ordnet ganz tief in mir Wenn ich die Stille berühre ganz tief in mir Breitet sich Frieden aus ganz tief in mir
Dankbarkeit
Das Blatt

da lag es einfach so
heute unterwegs
für mich

und hat mich berührt
ganz weit
innen

Dankbarkeit
Jeder Mensch
Jeder Mensch Der mir begegnet Ob kurz und flüchtig Oder lang und intensiv Ob ich ihn mag Oder nicht mag Hält mindestens Ein Geschenk Für mich bereit
Dankbarkeit
Das Geschenk

Seit einigen Jahren gehe ich fast täglich spazieren (außer an Tagen, wenn es regnet). Eigentlich gehe ich immer den selben Weg. Er führt nach ein paar hundert Metern etwa 2 km abseits von Straßen einen Fahrrad- und Fußweg entlang direkt zum Rhein. Auf diesem Weg gibt es eine Bahn- und zwei Straßenunterführungen.

Seit mehreren Monaten wohnt unter der einen Brücke ein obdachloser Mann. Sein Alter kann ich schlecht schätzen, aber ich denke, er wird noch etwas jünger sein als ich. Fast jeden Tag liegt er dort unter der Brücke, zugedeckt mit einigen Decken und döst vor sich hin. Neben ihm steht sein Einkaufskorb, gefüllt mit seinen wenigen Habseligkeiten. Er hat ein kleines Taschenradio, was eigentlich immer läuft, so dass ich es im Vorbeigehen gut hören kann.

Dieser Mann erregt jedesmal, wenn ich an ihm vorbei gehe, meine Aufmerksamkeit. Ich denke gelegentlich darüber nach, wie ich ihm begegnen könnte, ob ich ihn vielleicht mal ansprechen sollte. Ich habe das Bedürfnis, ihm etwas zu geben. Aber gleichzeitig möchte ich nichts tun, was er selbst nicht will und was ihm vielleicht unangenehm sein könnte.

Manchmal bleibt mir der eine oder andere Musiktitel im Ohr, der gerade aus seinem Radio zu hören ist, wenn ich vorbei gehe. Oft begleitet mich die Melodie dann im Innern auf meinem Weg runter zum Rhein. Und mit der Zeit habe ich gedacht: Wenn mir eine Musik aus seinem Radio im Ohr bleibt, ist das ein Geschenk. Ist das ein Geschenk von ihm an mich. Gerade auch deshalb, weil ich Musik so gern höre. Mir wurde klar, dass ich ihm etwas gebe, wenn ich dieses Geschenk annehme und wertschätze.

Klar geworden ist mir inzwischen, dass ich ihm auch etwas gebe, wenn ich in ihm ganz einfach einen Menschen sehe, der wie ich seinen eigenen Weg geht und der sich irgendwann für dieses Leben, was er führt, entschieden hat. Ein Mann, der ein Leben lebt, was so anders als meines erscheint, aber in Wirklichkeit weder schlechter noch besser als mein Leben ist. Vielleicht hat er es schwerer als ich. Vielleicht habe ich es schwerer als er. Wer kann dass schon beurteilen.

Bis jetzt habe ich den Mann nicht angesprochen. Aber anders als früher, da ich den Eindruck hatte, dass er das aus irgendeiner Scham heraus nicht möchte, habe ich mittlerweile das Gefühl, dass es für mich nicht passt. Ob das so bleibt, weiß ich nicht. Wenn ich Menschen häufig begegne, schaue ich fast immer, ob es vielleicht einen Anknüpfungspunkt für Kontakt geben könnte. Bei dem Mann unter der Brücke ist es möglicherweise die Musik, denn sein Radio, aus dem fast immer Musik zu hören ist, scheint ihm viel zu bedeuten. Und Musik ist eben auch für mich eine schöne und wichtige Sache. Nun, ich schaue jetzt einfach, wie sich diese fast tägliche Begegnung im Laufe der Zeit noch verändern mag.

Dankbarkeit
Zeitlos in der Zeit
Sehe ich das Wasser
endlos fließen in der Zeit
Und sehe ich das Leben
endlos fließen in der Zeit
Und spüre ich dann
den Wind auf meiner Haut...
...wird diese Zeit zeitlos.
Dankbarkeit
Zeitfrage
Was mache ich eigentlich Wenn am Ende vom Leben Noch so viel Zeit Übrig ist?
Zeit und Zeitlos
Zeit.Worte

Meine Texte auf den vorhergehenden Seiten haben für mich etwas Zeitloses. Ja - sie kamen mir irgendwann in den Sinn und ich habe sie eine Weile geformt - doch sind sie nun da und passen für mich im Grunde immer wieder.

An dieser Stelle zeige ich Ihnen einen Text, der - fast wie eine Kapitel-Überschrift oder eine kurze Beschreibung - gerade in diesen Tagen zu meinem Leben passt. Es ist ein Text, der mich begleitet - in diesen Wochen, diesen Monaten.

Wenn Sie mögen, folgen Sie mir jetzt auch in diesen "Raum" - bestenfalls wieder mit Ihrer wohlwollenden Offenheit  -  Tippen oder Klicken Sie dazu einfach hier...

Da draußen
ist nichts
Zeit und Zeitlos
Nachklang

Wenn alles gesagt ist, bleibt - einfach Leere.

Aber auch Gelegenheit, Danke zu sagen für Ihre Aufmerksamkeit und die Momente Ihrer Lebenszeit, die Sie mir geschenkt haben, während Sie hier waren.

Ich zitiere recht selten Texte anderer Menschen, doch ein Zitat möchte ich Ihnen an dieser Stelle gern mit auf den Weg geben. Es sind Textzeilen aus dem Song 'Das Leben' von Udo Lindenberg:

„...Nimm dir das Leben
Und lass es nicht mehr los
Greif's dir mit beiden Händen
Mach's wieder stark und groß...“

In diesem Sinne: Haben Sie eine gute Zeit und passen Sie gut auf sich auf!

Bernd Schmidt

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Idee, Inhalt, Gestaltung und Umsetzung: Bernd Schmidt

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